Ein toller 1986er Manta B GSi, gekauft von Robin T. im November 2013, bei Tachostand 68.000km

So sieht er jetzt im Jahre 2017 aus und ist ganz sicher ein echtes und tolles Oldtimer Sportcoupe. 


Der Manta B wurde im Herbst 1984 als GT/E Variante, wie zuvor beim Kadett GSi, in Manta GSi umgenannt.  In den 80er und 90er Jahren „das Kultobjekt von Tuningfreunden“. Die Fahrer nennen sich „Manta-Fahrer“. Im Kultfilm Manta-Manta  ist der Manta B Mittelpunkt. Unzählige Mantawitze und Lieder entstanden um den Manta B. Er ist eigentlich  legendärer als sein Vorgänger, der Manta A (Sportwagen und Konkurrenz zum Ford Capri, der 70er). Die Stückzahl des Manta B GSi betrug 1992 noch ca. 120.000. In 2015 waren es noch ca 3.700 Exemplare, also wenig angemeldete und fahrbereite Fahrzeuge. Robin wünschen wir „immer eine handbreit Freiheit des Bodenblech’s zum Asphalt“ und „Allzeit Gute Fahrt“ vom Oldtimer Rotor. 

 

Hier  kommt nun Robin T. mit seinem Bericht 🙂 

Der Vorbesitzer hatte mit der Restaurierung angefangen(Teils neu lackiert und den Motor „gemacht“), jedoch nun keine Zeit mehr für die Fertigstellung, und da der Manta nun mittlerweile seit 10 Jahren stand, entschied er sich zum Verkauf. 4.000€ für einen nahezu rostfreien „B-GSI“. Eine gute Basis um etwas daraus zu machen. Somit wechselte der Manta für 4.000€ den Besitzer (ohne Probefahrt).Risiko?, immerhin lief der Motor…. 🙂 Glück! 🙂 , denn mehr als 4.000€ hatte ich zu dem Zeitpunkt als Azubi nicht… . Nun denn, den nicht fahrbereiten Rochen auf den Hänger geladen und ab damit zu  🙄 Opa in die Garage 🙄 . 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn Winterzeit ist Bastelzeit und er sollte ja rechtzeitig zu Beginn der Saison 2014 fahrbereit sein. Somit wurden erstmal essentielle Dinge erledigt: Diverse alte defekte Spritleitungen wurden gegen neue ersetzt, die Bremsen wieder gängig gemacht, neue Beläge für die Vorderen Scheiben, hinten komplett neue Trommeln mit neuen Bremsbacken. Die Elektrik musste auch noch teils verkabelt werden, damit den Irmscher- Doppelscheinwerfern ein Licht aufging. Die Tuningsünde der 90er musste natürlich auch entsorgt werden, die dunkel lasierten Rückleuchten wurden gegen originale getauscht. Eine Hohlraumkonservierung durfte natürlich auch nicht fehlen und die gefährdeten Stellen (z.B. die Kotflügel Innenseiten)  wurden mit Unterbodenwachs behandelt. Zwischendurch wurden Kleinigkeiten wie Seitenfenster einstellen, Haubenschloss einbauen und fehlende Türgriffrosetten erledigt. Die Rosetten waren nicht das Einzigste was an Teilen fehlte. Außenspiegel, Sonnenblenden, Wischwasserbehälter, Haubenstange und Rückbank fehlten ebenfalls.

Verbaut waren im Gegensatz unbequeme Schalensitze von Jamex. 😕 

Glücklicherweise gab uns der Vorbesitzer immerhin die originalen Recaro-GSI Vordersitze 🙂 mit. Zwar waren diese ein wenig bis viel eingestaubt, aber nach einer kräftigen Reinigung (dem Kärcher sei Dank) fast wie neu.

 

Schnell wurde auch eine passende Rücksitzbank im Internet gefunden, und die fehlende Haubenstange durch ein Paar Haubendämpfer ersetzt. Gleichzeitig wurde auch ein fehlendes Pedalgummi wiederbeschafft und eingebaut. An einem recht schönen Wochenende ging es jetzt am Motor zu Werke, nachdem auch die Lichtmaschine ordnungsgemäß verkabelt wurde. Er lief, aber nicht wirklich rund… . Kurz grundeingestellt, dann ab auf den Feldweg zur Probefahrt. Sofort wurde klar dass die Zündung überhaupt nicht passte, „Klingeln“ bei jedem festerem Gasstoß. Geradeausfahrt war auch nicht wirklich gegeben. Das lag nicht am kleinen 32er Raid-Sportlenkrad, sondern eher an den ungleichmäßig abgefahrenen und über 10 Jahre alten Pneus, die außerdem richtungsgebunden waren und auch noch falsch herum montiert waren. Trotzdem war klar, dass das 32er Volant einem 36er MOMO Lenkrad im Design der Opel Motorsport Farben weichen wird. Gesagt getan, passende Nabe ersteigert und montiert. Weiter im Thema Motor, der ja „gemacht“ worden ist. Somit befanden sich im originalen 2.0E-Block eine erleichterte Kurbelwelle und Kolben vom 2,2er Rekord-Motor.

Der Zylinderkopf war bearbeitet und extrem geplant. Eine 296 Grad Nockenwelle vom I200, mechanische Stößel und große 40/45er Ventile komplettierten den Zylinderkopf. Aber die Nockenwelle war nicht das Einzigste von einem I200. Denn nach genauerem Betrachten des Zündverteilers viel auf, dass dies auch ein Irmscher-Zündverteiler war, der sonst im I200 den Einzug fand. Nach dieser Erkenntnis konnte nun auch die Zündung perfekt eingestellt werden. Jedoch lies der Motorlauf immer noch zu wünschen übrig. Schuld waren einige Undichtigkeiten im Ansaugtrakt, eine schwächelnde Krümmerdichtung, spröde Dichtringe der Einspritzventile und ein gebrochener(!) Einspritzdüsenhalter.

Nach Behebung dieser Falschluft-Bringer war nun endlich ein halbwegs guter Motorlauf gegeben. Nun bescherten aber sporadische heftige Zündaussetzer Kopfzerbrechen. Glücklicherweise lag dies nur an der lose festgeschraubten Zündspule. Durch das ganze herumprobieren hatte die schon in die Jahre gekommene und mittlerweile Spaghetti-förmige Drosselklappenfeder die Arbeit niedergelegt. Eine neue war dank der „Edelschmiede“ schnell beschafft. So sollte die nächste Probefahrt endlich einmal vernünftig verlaufen. Falsch gedacht, denn über Nacht quittierte die Kraftstoffpumpe den Dienst. Nach dem auch dieses Bauteil ersetzt wurde, konnte endlich eine vernünftige Probefahrt gemacht werden. Nun war klar, Leistung ist vorhanden, wie viel PS den Fächerkrümmer und die Lexmaulabgasanlage nun genau verlassen, war aber ungewiss. Erste Schätzungen lagen zwischen 130 und 150 PS. Inzwischen war das Heck nun auch lackiert worden und der 3-Teilige Irmscher Spoiler konnte montiert werden. Gleichzeitig wurden auch die kultigen ATS Cup Felgen (7×15 ET20) beim Lackierer in Casablanca-Weiß geduscht. Noch neue Schluffen in der Größe 205/50/15 montiert, und der Kontakt zur Straße (wobei rote Konis und 40er Hoeffken Federn halfen) war wieder hergestellt. Den fehlenden Wischwasserbehälter hatte ich mittlerweile gegen einen universalen Behälter mit Eigenbauhalter ersetzt.

 

FORTSETZUNG folgt!!!!